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Begriffe und Erläuterungen

In der vorliegenden Begriffe-Sammlung handelt es sich nicht um ein Lehrbuch. Deshalb kann eine Reihe von Begriffen hier nur genannt oder angerissen werden. Eine genauere Erklärung würde den Rahmen der Internet-Seite sprengen. Es kann hier nur auf entsprechende Fachliteratur und auf die betreffenden nationalen und internationalen Fach-Standards hingewiesen werden. Bei den unterstrichenen Begriffen sind Querverweise möglich. Weitere wichtige oder im Zusammenhang der Beschreibung auftretende gebräuchliche Begriffe sind kursiv gekennzeichnet, die aber aus o.g. Gründen nicht erläutert werden oder keiner Erläuterung bedürfen.  

In den im Folgenden erläuterten Begriffen wird die Bezeichnung Lautsprecher als Oberbegriff verstanden. Der Lautsprecher allgemein umfasst einzelne Lautsprecherchassis ohne oder mit Schallführung, Anordnungen von Lautsprechern ohne oder mit Schallführung, wobei das einzelne Chassis oder die Lautsprecheranordnung mit oder ohne elektrische Anpassungen (z.B. Frequenzweiche, Überträger) ausgestattet sein kann.

  A | B | D | E | F | G | H | I | K | L | M | N | P | R | S | T | Ü | V

 

 

 

Aktivbox

Eine A. ist eine Lautsprecherbox mit eingebautem Leistungsverstärker. Diese Boxen können mit einem niedrigen Pegel des Eingangssignals angesteuert werden, die gewünschte Lautstärke wird am internen Verstärker eingestellt. Dabei kann bei Lautsprecherkombinationen entweder die gesamte Kombination (mit einer passiven Frequenzweiche) über einen Verstärker oder aber jeder Bereichslautsprecher einzeln über getrennte Verstärkerkanäle (mit aktiver Frequenzweiche) betrieben werden.  

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Äquivalentvolumen

Das Ä. Vas ist das Luftvolumen (eines geschlossenen Gehäuses), das die gleiche Nachgiebigkeit wie das Lautsprecherchassis selbst besitzt. Es wird in Liter angegeben. Das Äquivalentvolumen gehört zu den Thiele-Small-Parametern.  

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Bandpass-System

Ein B. besteht prinzipiell aus einem geschlossenen Gehäuse, in welches das  Lautsprecherchassis eingebaut ist, und einem davor gesetzten Helmholtz-Resonator (Bassreflexöffnung oder –rohr, siehe auch Bassreflexbox). Die Abstrahlung des vom innerhalb des Bandpassgehäuses auf der Zwischenwand befindlichen Lautsprechers erzeugten Schalls erfolgt durch die Bassreflexöffnung. Da bei dieser Konstruktion der Schalldruckpegel nach seinem Anstieg im untersten Frequenzbereich danach zu höheren Frequenzen wieder abfällt, ist der nutzbare Übertragungsbereich auf die  Basswiedergabe beschränkt. Deshalb findet dieses Wirkprinzip insbesondere bei sogenannten Subwoofern Anwendung.  

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Bassreflexbox

Bei der B. sind ein oder mehrere Lautsprecherchassis in ein offenes Gehäuse – das Bassreflexgehäuse – eingebaut. Das Gehäuse besitzt eine Öffnung, die in ihrer Dimensionierung auf das Gehäusevolumen und die Parameter des eingebauten Lautsprecherchassis abgestimmt ist. Diese Öffnung ist in der Regel als ein Rohr mit rundem oder recht­eckigem Querschnitt, dem Bassreflexrohr oder auch Helmholtz-Resonator, ausgeführt. Das Bassreflexrohr ist so abgestimmt (Abstimmfrequenz), dass der hinter der Membran des Chassis entstehende Schall durch das Rohr nach außen treten und somit den (von der Vorderseite) der Membran abgestrahlten Schalldruck bei tiefen Frequenzen (phasenrichtig) verstärkt (Deshalb wird die Bassreflexbox gelegentlich auch als Phasenumkehrbox bezeichnet). Die Bassreflexöffnung muss nicht in der Vorderseite der Box angebracht sein.

Anstelle der Bassreflexöffnung kann bei gleicher Funktionsweise auch ein sogenannter Passivstrahler eingesetzt werden.

Die Vorteile der Bassreflexkonstruktion liegen im guten Tieftonverlauf der Übertragungskurve, verbunden mit einer großen Flankensteilheit, was allerdings durch ein gegenüber der geschlossenen Box ungünstigeres Impulsverhalten erkauft wird. Gegebenenfalls wird zur Vermeidung von zu großen Membranausschlägen, die durch die eigenen Rückstellkräfte der Aufhängung der Lautsprechermembran nicht mehr kompensiert werden können und zur Zerstörung des Lautsprechers führen könnten, bei sehr tiefen Frequenzen der Einsatz eines Subsonic-Filters erforderlich.  

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Belastbarkeit, Leistung

Die Belastbarkeit eines Lautsprechers wird in W (Watt) angegeben und entspricht der dem Lautsprecher zugeführten elektrischen Leistung. Belastbarkeiten bzw. Leistungen, die in der Lautsprechertechnik angegeben werden, beziehen sich immer auf den Nennscheinwiderstand des Lautsprechers; d.h. die Belastbarkeit P errechnet sich aus dem Produkt der am Lautsprecher anliegenden Signalspannung U und dem Nennscheinwiderstand Zn wie folgt:  P = U2 / Zn .

Je nach Hersteller sind verschiedene Angaben üblich:  Nennbelastbarkeit, Höchstbelastbarkeit, Musikleistung, Impulsleistung, Maximale Langzeit- und Kurzzeit-Eingangsleistung, Betriebsleistung, (Nenn-)Sinusleistung und weitere (z.T. phantasievolle) Angaben.  

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Bereichslautsprecher

Da sich ein linearer Verlauf des Frequenzganges über den gesamten Hörbereich (etwa 20 Hz bis 20 kHz) mit nur einem einzigen Lautsprecherchassis nicht realisieren lässt, ist es erforderlich, den gesamten Frequenzbereich auf mehrere Chassis aufzuteilen. Solche Chassis, die für jeweils nur einen bestimmten Frequenzbereich optimiert sind und in diesem Bereich einen annähernd ausgeglichenen nutzbaren Frequenzgang erzielen, heißen Bereichslautsprecher. So ist z.B. eine Dreiwegebox mit mindestens einem Tiefton-, Mittelton- und Hochtonlautsprecher bestückt. Die Bereichslautsprecher werden oftmals auch als Treiber bezeichnet.  

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Betriebsleistung

Die  B. wird in W (Watt) angegeben (siehe auch Belastbarkeit, Leistung) und gibt die  Leistung an, die einem Lautsprecher zugeführt  werden  muss, damit dieser einen Schalldruck von 90 dB (früher 96 dB bzw. 94 dB) in 1 Meter Abstand erzeugt.  

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Brutto-Innenvolumen

Das B. einer Lautsprecherbox ist das Innenvolumen des unausgekleideten Lautsprechergehäuses ohne eingebaute Lautsprecher, elektrische Einbauten (Frequenzweiche, Netzwerke, Schutzschaltungen) und Dämmmaterial. Es wird in Liter angegeben.  

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Dolby Digital

D. (als AC-3 bei DVD eingeführt) ist das gegenwärtig gebräuchlichste Entschlüsselungsverfahren zur Erzeugung von Surround Sound (Heim-Kinoton), das auf digitaler Technik beruht (siehe auch Surround-Technik). Dabei wird beim Abspielen entsprechenden Programmmaterials noch einmal ein deutlich besseres Klangbild erzeugt als mit dem analogen Raumklang-Verfahren Dolby ProLogic.

Das Surround-Signal wird nicht wie bei Dolby ProLogic im Stereosignal untergebracht, sondern das (von DVD kommende und durch Datenreduktion komprimierte) Signal wird von einem Dolby-Digital-Decoder entschlüsselt und für sechs einzelne Kanäle (5.1-Eingang: die 5 steht für die normalen Surround-Tonsignale, die 1 für den zusätzlichen – sechsten – LFE-Kanal für die tiefsten Frequenzen) bereitgestellt. Der Decoder ist entweder im DVD-Player oder im Verstärker bzw. Receiver integriert oder er wird als separates Gerät zwischen DVD-Player und Verstärker/Receiver geschaltet. Die decodierten Signale werden über getrennte gleichwertige Verstärkerkanäle den Surround-Lautsprechern zugeführt. Als Lautsprecher kommen zwei Front-Lautsprecher (vorn links und rechts), ein Center-Lautsprecher (am Fernsehgerät) zur Dialogwiedergabe und zwei Rear-Lautsprecher (links und rechts seitlich vom bzw. hinter dem Hörer) zur Erzeugung der Raumeffekte zum Einsatz. Dabei wird allen fünf Surround-Lautsprechern (also auch den Rear-Boxen) ein gleichwertiges Signal zugeführt. Deshalb können auch Verstärker oder Receiver, die nur mit einem Dolby-ProLogic-Decoder ausgerüstet sind aber einen 5.1-Eingang besitzen zur Wiedergabe von D. verwendet. werden. Im Gegensatz zu Dolby ProLogic unterliegen die Rear-Kanäle bzw. -Lautsprecher keiner Einschränkung hinsichtlich Übertragungsbereich und Leistung/Belastbarkeit.  

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Dolby ProLogic

Dolby Surround Pro Logic, kurz Dolby ProLogic, ist das gegenwärtig gebräuchlichste Entschlüsselungsverfahren zur Erzeugung von Surround Sound (Heim-Kinoton), das auf analoger Technik beruht (siehe auch Surround-Technik). Dabei wird beim Abspielen entsprechenden Programmmaterials noch einmal ein deutlich besseres Klangbild erzeugt als mit Stereo.

Das Surround-Signal wird im Stereosignal untergebracht und vom Dolby-ProLogic-Decoder in vier Kanäle zerlegt. Die decodierten Signale werden über getrennte Verstärkerkanäle den Surrond-Lautsprechern zugeführt. Als Lautsprecher kommen zwei Front-Lautsprecher (vorn links und rechts), ein Center-Lautsprecher (am Fernsehgerät) zur Dialogwiedergabe und zwei Rear-Lautsprecher (links und rechts seitlich vom bzw. hinter dem Hörer) zur Erzeugung der Raumeffekte zum Einsatz. Den beiden Rear-Boxen wird nur ein Monosignal zugeführt. Deshalb werden sie oftmals nur über einen Verstärkerkanal gespeist; meistens jedoch erfolgt die Ansteuerung über zwei mit demselben (Mono-)Signal gespeiste getrennte Kanäle. Dies ist mindestens immer dann der Fall, wenn der Verstärker oder Receiver mit einem sogenannten 5.1-Eingang ausgestattet und damit auch für die Wiedergabe von Dolby Digital geeignet ist. Für die Rear-Kanäle bzw. -Lautsprecher sind bei D. nur ein eingeschränkter Übertragungsbereich (ca. 100 ... 7000 Hz) und eine geringere Leistung/Belastbarkeit erforderlich.  

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DTS

D. ist ein digitales Verschlüsselungsverfahren in der Surround-Technik (siehe auch Dolby Digital).

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ELA-Technik

Unter E. (elektroakustische Anlagen) wird eine Gruppe von Erzeugnissen der Übertragungskette von der Signalquelle bis hin zum Schall abstrahlenden Lautsprecher zusammengefasst, die für die Übertragung insbesondere von Informationen (Sprache, andere natürliche Schallereignisse) über größere Entfernungen konzipiert ist. E. dient zur Beschallung von Gebäuden, Stadien, öffentlichen Einrichtungen wie Bahnhöfen, Kaufhäusern u.ä.. Solche Anlagen sind ortsfest installiert. Sie sind wegen ihrer speziellen Anforderungen an den Frequenzgang weder für den Heimgebrauch noch für die Übertragung von Live-Musik geeignet. Da die Übertragung über größere Entfernungen erfolgen muss, bedient man sich der 100-Volt-Tech­nik (auch 50 V oder 70 V sind gebräuchlich), um die Leitungsverluste klein zu halten. Damit kommt man mit relativ kleinen Leistungen aus. Bei diesen sogenannten ELA-Anlagen erfolgt die Ansteuerung der Lautsprecher über einen direkt am jeweiligen Lautsprecher angebrachten Übertrager.  

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Frequenzgang

Siehe Übertragungskurve.  

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Frequenzweiche

Mittels der elektrischen F. wird das in eine Lautsprecherbox (Lautsprecherkombination) eingespeiste Eingangssignal so aufgeteilt, dass jedem Bereichslautsprecher nur die in seinen optimierten Arbeitsbereich fallenden Anteile des Signalgemischs zugeführt werden. Damit können die unterschiedlichen Bereichslautsprecher in ihren Parametern so aufeinander abgestimmt werden, dass im Ergebnis das angestrebte Übertragungsverhalten für die gesamte Box erzielt wird (d.h. die F. teilt nicht nur die Frequenzen auf, sondern sie kann auch Schalldruck- und Impedanzkorrekturglieder enthalten). Die Übergangsfrequenzen zwischen den einzelnen Weichenzweigen, die jeweils für einen Bereichslautsprecher oder eine Lautsprechergruppe zuständig sind, werden auch Weichentrennfrequenzen oder auch nur Trennfrequenzen genannt.

In passiven Weichen finden insbesondere Spulen (Induktivitäten, angegeben in mH), Kondensatoren (Kapazitäten, angegeben in µH) und Widerstände (angegeben in W) Verwendung.

Bei einer Dreiwegebox besteht die F. z.B. aus einem Tiefpass für den Tieftonlautsprecher, einem Bandpass für den Mitteltonlautsprecher und einem Hochpass für den Hochtonlautsprecher.  

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Gehäuse

In den meisten Fällen wird als Schallführung für Lautsprecherchassis ein Gehäuse benutzt. Je nach Bauform lassen sich verschiedene Gehäuseausführungen unterscheiden. Geschlossenes Gehäuse,  Bassreflexgehäuse und Bandpassgehäuse sind wohl die am meisten verwendeten Ausführungen. Aber auch weitere Varianten wie etwa rückseitig offene Gehäuse, Transmission-Line-Gehäuse, Compound-Gehäuse oder Trichtergehäuse sind gebräuchlich.

Entsprechend ihrer Gehäusebauform werden Lautsprecherboxen auch als geschlossene Boxen (gelegentlich auch Kompaktboxen genannt), Bassreflexboxen, Transmission-Line-Boxen usw. bezeichnet.  

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Gehäuselautsprecher

Ein G. ist ein Schallstrahler mit einem oder mehreren in ein (baulich selbständiges) Gehäuse eingebauten Lautsprecherchassis mit oder ohne elektrische Anpassungsglieder und/oder Filter.

G. werden vorzugsweise in der Beschallungstechnik von Räumen und Einrichtungen eingesetzt und liegen in ihren Anforderungen an die Klangqualität unterhalb derer für Lautsprecherboxen, die im Prinzip auch zu den G. gehören. Zu den G. gehören u.a. Deckenlautsprecher, Wandlautsprecher, Beschallungssäulen oder -zeilen, ...  

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Geschlossene Box (Kompaktbox)

Bei der geschlossenen Box sind ein oder mehrere Lautsprecherchassis in ein geschlossenes Gehäuse luftdicht eingebaut. Dabei arbeitet die Membran des luftdicht eingebauten Chassis gegen die im Gehäuse eingeschlossene Luft. Da diese eingeschlossene Luft wie eine zur Aufhängung des Chassis zusätzliche parallelgeschaltete Feder wirkt, verringert sich die Nachgiebigkeit des Gesamtsystems, was eine Erhöhung der Resonanzfrequenz bewirkt. Die Vorteile dieser Konstruktion liegen in ihrem einfachen Aufbau und ihrer guten Impulswiedergabe, die jedoch mit einem relativ flach ansteigenden Verlauf der Übertragungskurve bei tiefen Frequenzen und einem geringeren Wirkungsgrad erkauft wird.

Die geschlossene Box wird gelegentlich auch als Kompaktbox bezeichnet.  

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Güte-Faktor

Die Güte Q ist ein Maß zur Beschreibung der Dämpfungseigenschaften eines Lautsprechers. Die Güte ist eine dimensionslose Verhältniszahl und gibt an, um wie viel sich die Amplitude eines schwingenden Systems bei seiner Resonanzfrequenz gegenüber der Referenzamplitude bei höheren Frequenzen verändert.

Bei einem Lautsprecher setzt sich die Gesamtgüte Qts aus der mechanischen Güte Qms und der elektrischen Güte Qes zusammen. Die Güte gehört zu den Thiele-Small-Parametern.  

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HiFi-Boxen

H. (siehe auch HiFi-Technik) sind in der Regel als Mehrwegeboxen (siehe auch Lautsprecherkombinationen) ausgeführt. Sie sind für den Heimgebrauch konzipiert und stehen für hohe Wiedergabetreue. Sie unterliegen der HiFi-Norm. Laut HiFi-Standard DIN 45500 gelten für H. vereinfacht u.a. folgende Mindestanforderungen:

 

·         Die Übertragungskurve muss innerhalb eines Toleranzkanals von ±4 dB um die Nulllinie (die dem mittleren Schalldruckpegel im Bereich 100 ... 4000 Hz entspricht) liegen. Das Toleranzfeld erweitert sich bis herunter zu 50 Hz und bis herauf zu 12500 Hz auf jeweils +4 dB und –8 dB.

 

·         Der Übertragungsbereich muss mindestens 50 ... 12500 Hz betragen.

 

·         Für Stereo-Anwendung dürfen die Übertragungskurven von Boxen gleichen Typs im Frequenzbereich 250 ... 8000 Hz um nicht mehr als 2 dB voneinander abweichen.

 

·         Die Betriebsleistung darf nicht über der Nennbelastbarkeit liegen.

 

·         Der bezogene Klirrfaktor darf 

im Bereich   250 ... 1000 Hz maximal 1 % (gemessen bei Betriebsleistung),

im Bereich 1000 ... 2000 Hz 3 % abfallend auf 1 % (gemessen 3 dB unter der Betriebsleistung),

im Bereich 2000 ... 8000 Hz maximal 1 % (gemessen 6 dB unter der Betriebsleistung) betragen.  

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HiFi-Technik

In der H. (Heimstudio-Technik) wird eine Gruppe von Erzeugnissen der Übertragungskette von der Signalquelle bis hin zum Schall abstrahlenden Lautsprecher zusammengefasst, die bei der Reproduktion von Schallereignissen festgelegte Qualitätsmerkmale, die standardtechnisch (in Deutschland in DIN 45500 – auch international anerkannt und angewendet) als Mindestforderungen festgeschrieben sind, erfüllen müssen. Das Kürzel HiFi (verschiedenste Schreibweisen mit Groß- und/oder Kleinbuchstaben oder gemischt und mit oder ohne Bindestrich) steht dabei für high fidelity (hohe Wiedergabetreue). Sie findet Anwendung insbesondere in der Heimelektronik (HiFi-Anlagen). Bei diesen Geräten handelt es sich dann z.B. um HiFi-Boxen, HiFi-Verstärker, HiFi-Mikrofone, ...  

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High-End-Technik

In der H. wird eine Gruppe von Erzeugnissen der Übertragungskette von der Signalquelle bis hin zum Schall abstrahlenden Lautsprecher zusammengefasst, die bei der Reproduktion von Schallereignissen Qualitätsmerkmale aufweisen, welche die in der HiFi-Technik standardtechnisch als Mindestforderungen festgeschriebenen weit übertreffen. Ziel bei High-End-Geräten ist eine möglichst natürliche Wiedergabe von Schallereignissen – insbesondere Musik -, die dem Original so nahe wie möglich kommt (höchste Wiedergabetreue). Dieses Ziel wird mit allen möglichen konventionellen aber auch sehr unkonventionellen Mitteln durch Einsatz hoch- und höchstwertiger, auch ungewöhnlicher Materialien, durch Anwendung mitunter selten benutzter Wirkprinzipen sowie mit bester Verarbeitung erstrebt. Der Preis spielt hierbei nur eine untergeordnete Rolle (so kann der Endpreis einer solchen Hig-End-Anlage einschließlich der notwendigen Verbindungskabel durchaus bei 15.000 bis 100.000 DM oder auch darüber liegen). Geräte in dieser Technik werden vorwiegend für den Heimgebrauch bzw. in Abhörstudios zu Repräsentations- und Referenzzwecken benutzt. Sie sind keine Massenware sondern werden aufgrund des doch exklusiven Kundenkreises meist nur in kleineren Stückzahlen gefertigt. In Testberichten diverser Zeitschriften oder Institutionen sind Geräte dieser Klasse hinsichtlich der Beurteilung der eingebauten Technik, der Mess- und Prüfergebnisse und vor allem des erzielbaren Klangbildes in der Rangliste immer sehr weit vorn placiert.  

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Impedanz, Impedanzkurve

Siehe Scheinwiderstand  

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Impulsleistung

Die  I. wird in W (Watt) angegeben (siehe auch Belastbarkeit, Leistung) und gibt die Leistung an, bei der die schwingenden Teile (z.B. Membran oder die Schwingspule) des Lautsprechers gerade noch nicht an die unbeweglichen Teile (z.B. das Magnetsystem) anschlagen, dabei jedoch bereits deutliche Verzerrungen auftreten können.  

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Kennschalldruckpegel

Der K. ist der in einem festgelegten Frequenzbereich gemittelte und auf eine elektrische Eingangsleistung von 1 W (bezogen auf den Nennscheinwiderstand) und auf 1 m Abstand bezogene Schalldruckpegel (SPL). Er wird in dB ausgedrückt.

Der K. ist eine Größe, die es gestattet, Lautsprecher in Bezug auf ihre Leistungsfähigkeit miteinander zu vergleichen. Sie gibt einen Richtwert für den in einem bestimmten Abstand bei einer bestimmten elektrischer Leistung zu erreichenden mittleren Schalldruck.  

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Klirrfaktor

Der K. wird in % angegeben und ist die in Datenblättern bevorzugte Angabe (wenn überhaupt) von nicht­linearen Verzerrungen.

Der K. kann in verschiedenen Formen angegeben werden: als Gesamtklirrfaktor, K. zweiter oder dritter Ordnung, bezogener Klirrfaktor oder als Rauschklirrfaktor mit denselben Abarten.

Der Gesamtklirrfaktor ist als eine Kenngröße der harmonischen Verzerrung bei der Wiedergabe von Schall durch Lautsprecher für eine bestimmte Frequenz f eines in den Lautsprecher eingespeisten elektrischen sinusförmigen Signals bei einer bestimmten Leistung definiert als das Verhältnis des Effektivwertes des Schalldruckes aller Oberschwingungen zum Effektivwert des Schalldruckes der Gesamtschwingung bei der Frequenz f, wobei die Oberschwingungen ganzzahlige Vielfache von f sind.

Er ist frequenzabhängig und wird deshalb üblicherweise graphisch als Funktion der Grundfrequenz f dargestellt. Klirrfaktor-Diagramme werden in der Regel von den Herstellern von Lautsprechern nicht veröffentlicht. Manchmal sind sie auf Anfrage erhältlich.

Der bezogene Klirrfaktor ist das Verhältnis des Effektivwertes des Schalldrucks aller Oberschwingungen zum Effektivwert des über einen bestimmten Frequenzbereich gemittelten Schalldruckes. Er findet besonders Anwendung bei HiFi-Boxen.  

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Kompaktbox

Siehe geschlossene Box  

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Lautsprecher

Die Bezeichnung Lautsprecher wird als Oberbegriff verstanden.

Der L. allgemein umfasst einzelne Lautsprecherchassis ohne oder mit Schallführung, Anordnungen von Lautsprechern ohne oder mit Schallführung, wobei das einzelne Chassis oder die Lautsprecheranordnung mit oder ohne elektrische Anpassungen (z.B. Frequenzweiche, Übertrager) ausgestattet sein kann.

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Lautsprecherkombination

L. sind Anordnungen aus zwei oder mehr verschiedenartigen Lautsprechern (z.B. Bereichslautsprechern) oder Lautsprechergruppen. Sie werden hauptsächlich zum Erreichen einer bestimmten Übertragungskurve und mitunter einer bestimmten Richtcharakteristik in einem meist breiten Übertragungsbereich angewendet und besitzen häufig elektrische Filter zur frequenzabhängigen Zuordnung der zugeführten elektrischen Leistung zu den verschiedenen Lautsprechern. Alle Mehrwegeboxen sind Lautsprecherkombinationen.  

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Leistung

Siehe Belastbarkeit, Leistung  

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Maximale Kurzzeit-Eingangsleistung

Die M. (short-term maximum input power) wird in W (Watt) angegeben (siehe auch Belastbarkeit, Leistung) und ist diejenige vom Hersteller angegebene höchste Leistung eines speziellen, das normale Sprach- und Musikprogramm simulierenden Rauschsignals, die der Lautsprecher während einer angegebenen (kurzen) Dauer*) ohne mechanische oder thermische Beschädigung umsetzen kann.

*)   Dieses Signal muss der Lautsprecher 1 s lang verarbeiten können. Die Prüfung ist in Abständen von einer Minute 60 mal zu wiederholen.

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Maximale Kurzzeit-Eingangspannung

Die M. (short-term maximum input voltage) wird in V (Volt) angegeben und ist die an den Lautsprecher kurzzeitig anlegbare Signalspannung, die sich rechnerisch aus der  maximalen Kurzzeit-Eingangsleistung und dem Nennscheinwiderstand ergibt.  

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Maximale Langzeit-Eingangsleistung

Die M. (long-term maximum input power) wird in W (Watt) angegeben (siehe auch Belastbarkeit, Leistung) und ist diejenige vom Hersteller angegebene höchste Leistung eines speziellen, das normale Sprach- und Musikprogramm simulierenden Rauschsignals, die der Lautsprecher während einer Dauer*) von 1 min ohne mechanische oder thermische Beschädigung umsetzen kann.

*)   Dieses Signal muss der Lautsprecher 1 min lang verarbeiten können. Die Prüfung ist mit Pausen von jeweils zwei Minuten 10 mal zu wiederholen.

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Maximale Langzeit-Eingangsspannung

Die M. (long-term maximum input voltage) wird in V (Volt) angegeben und ist die an den Lautsprecher anlegbare Signalspannung, die sich rechnerisch aus der  maximalen Langzeit-Eingangsleistung und dem Nennscheinwiderstand ergibt.  

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MPEG 2

M. ist ein digitales Verschlüsselungsverfahren in der Surround-Technik (siehe auch Dolby Digital).  

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Musikleistung

Die  M. wird in W (Watt) angegeben (siehe auch Belastbarkeit, Leistung) und gibt die Leistung an, die einem Lautsprecher kurzzeitig (max. 2 s) zugeführt werden kann und die er ohne hörbare Verzerrungen verarbeiten kann.  

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Nennbelastbarkeit

Die N. wird in W (Watt) angegeben (siehe auch Belastbarkeit, Leistung) und ist diejenige dem Lautsprecher zuführbare elektrische, vom Hersteller auf der Grundlage der Dauererprobung des  Lautsprechers mit einem speziellen Rauschsignal angegebene Leistung, die im Dauerbetrieb*) mit natürlichen Schallereignissen nicht überschritten werden soll und bei welcher der Lautsprecher unter diesen Bedingungen noch zufriedenstellend arbeitet, ohne funktionsstörende bleibende Schäden zu erleiden.

Die N. wird bei Lautsprechern mit Schwingspule vorzugsweise durch die thermische und mechanische Festigkeit begrenzt.

Anmerkung: Der Wert der N. ist abhängig von der akustischen Belastung des Lautsprechers, d.h. ob der Lautsprecher (das Lautsprecherchassis) ohne Schallführung oder mit einer speziellen, angegebenen Schallführung (z.B. in einem Gehäuse) betrieben wird.

*)   Dabei ist das Signal entweder über eine Dauer von 100 Stunden ununterbrochen eingeschaltet oder   beim sogenannten intermittierenden Betrieb über 300 Stunden jeweils eine Minute ein- und zwei Minuten ausgeschaltet.  

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Nennfrequenzbereich

Der N. wird in Hz (oder auch kHz) angegeben und ist der vom Hersteller angegebene Übertragungsbereich.  

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Nennimpedanz

Siehe Scheinwiderstand  

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Nennrauschspannung

Die N. wird in V angegeben und ist die an den Lautsprecher dauerhaft anlegbare Signalspannung, die sich rechnerisch aus der Nennbelastbarkeit und dem Nennscheinwiderstand ergibt.  

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Nennscheinwiderstand

Der N. ist der vom Hersteller für einen Lautsprecher angegebene Scheinwiderstand und wird in W (Ohm) angegeben. Er wird aus der Impedanzkurve vom Minimum des Scheinwiderstandes abgeleitet. So darf das Impedanzminimum innerhalb des Übertragungsbereichs höchstens um 20% unter dem angegebenen N. liegen.

Er ist besonders wichtig für die Bestimmung von elektrischen Leistungen bzw. Belastbarkeiten. So bezeichnet er den Wert eines Wirkwiderstandes, der anstelle des Lautsprechers zur Bestimmung der elektrischen Leistung angeschlossen wird.  

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Nenn-Sinusleistung

Die N. wird in W (Watt) angegeben (siehe auch Belastbarkeit, Leistung) und ist diejenige vom Hersteller angegebene zuführbare Leistung eines im Nennfrequenzbereich liegenden Dauer-Sinussignals, die der Lautsprecher eine Stunde lang oder über eine andere angegebene Zeit verträgt, ohne dass bleibende mechanische oder thermische Beschädigungen auftreten.

Der Wert der N. gilt als Grenzwert für die Messung/Prüfung mit Sinussignalen und kann als Funktion von der Frequenz variieren, so dass innerhalb angegebener Frequenzbereiche verschiedene Werte angegeben sein können. Der Wert kann auch von der Schallführung abhängig sein, in die ein Lautsprecherchassis eingebaut ist.

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Nenn-Sinusspannung

Die N. wird in V (Volt) angegeben und ist die an den Lautsprecher über einen angegebenen Zeitraum*) anlegbare Spannung eines Sinussignals, die sich rechnerisch aus der Nenn-Sinusleistung und dem Nennscheinwiderstand ergibt.

*)   Ist kein Zeitraum angegeben, darf er höchstens eine Stunde betragen.

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Passivstrahler

P. werden manchmal bei Bassreflexboxen anstelle der Bassreflexöffnung eingesetzt. Sie haben die gleiche Funktionsweise wie die Bassreflexöffnung. Sie sind aufgebaut wie ein Lautsprecher, besitzen jedoch kein Antriebssystem. Die Membran ist meist als Flachmembran ausgeführt. Ein P. ist teurer als ein einfaches Bassreflexrohr, erzeugt aber dafür keine Luftströmgeräusche bei tiefen Frequenzen, wie dies zumindest bei kleinen Bassreflexrohren der Fall sein kann.  

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PA-Technik

Unter P. (P.A.= Public Adress) wird eine Gruppe von Erzeugnissen der Übertragungskette von der Signalquelle bis hin zum Schall abstrahlenden Lautsprecher zusammengefasst, die für die leistungsstarke, möglichst unverfälschte Wiedergabe insbesondere von Sprache und Musikinstrumenten konzipiert ist, um diese Schallereignisse einer größeren Menschenmenge hörbar zu machen. Diese sogenannten PA-Anlagen dienen deshalb besonders zur Beschallung bei Live-Konzerten in großen Arenen, Sälen, auf Festwiesen und auch bei Auftritten kleinerer Bands oder anderer Musikgruppen.

Für diese Art der Konzertbeschallung sind sehr große Lautstärken erforderlich. Deshalb sind PA-Anlagen im Gegensatz zu HiFi- aber auch zu ELA-Anlagen durch hohe Verstärkerleistungen und die verwendeten Lautsprecher durch einen sehr hohen Wirkungsgrad und sehr hohe Belastbarkeit zur Erzeugung hoher Schallpegel gekennzeichnet. Bei den Lautsprechern finden im Tieftonbereich in der Regel Konuslautsprecher, im Mittel- und Hochtonbereich fast ausschließlich Druckkammersysteme Verwendung (siehe auch Bereichslautsprecher). Da diese Anlagen für den mobilen Betrieb vorgesehen sind und am jeweiligen Veranstaltungsort immer erst auf- und auch wieder abgebaut werden müssen, weisen sie einen sehr robusten Aufbau auf und sind für eine sehr hohe Zuverlässigkeit ausgelegt.  

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Polarität

P. im Sinne der Kennzeichnung von Anschlusselementen von Lautsprechern beim Anlegen tonfrequenter elektrischer Speisespannungen ist die (vereinheitlichte) Zuordnung bestimmter elektrischer Pole zu bestimmten Bewegungsrichtungen des schallabstrahlenden Wandlerteiles des Lautsprechers.

So ist sowohl bei der Montage von Lautsprecherkombinationen auf die vorgegebene Polung der Lautsprecherchassis als auch beim Anschluss von Boxen an den Verstärker auf die richtige Zuordnung der Polaritäten der Anschlusselemente der Boxen, der Kanäle des Verstärkers und des dazwischen liegenden Verbindungskabels zu achten.  

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Resonanzfrequenz

Die R. ist die Frequenz, auf der ein schwingendes System nach einer Anregung ausschwingt. Sie wird in Hz angegeben.

Die Grundresonanzfrequenz fs eines Lautsprechersystems ist die Frequenz, bei der der Scheinwiderstand bei ansteigender Frequenz sein erstes Maximum aufweist. Sie hängt von der mechanischen Nachgiebigkeit der Membranaufhängung und der gesamten mitschwingenden Masse des Lautsprechers ab. Die R. gehört zu den Thiele-Small-Parametern.  

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Richtwirkung        

Lautsprecher strahlen den erzeugten Schall nicht bei allen Frequenzen und in alle Richtungen gleichmäßig ab. Außerhalb der Messachse der Übertragungskurve kommt es bei höheren Frequenzen zu Interferenzen zwischen einzelnen Anteilen des abgestrahlten Schalls und damit zur Richtwirkung (Bündelung des abgestrahlten Schalls).

Es sind verschiedene Darstellungen der Richtwirkung üblich:

Die Richtcharakteristik wird in Richtdiagrammen dargestellt. Dabei wird der Schalldruckpegel (SPL) bei bestimmten Frequenzen bzw. in Terz- oder Oktavbändern entweder in horizontaler oder in vertikaler Richtung um den Lautsprecher herum gemessen und in einem Polardiagramm als Funktion des Winkels dargestellt oder es wird ein Satz von Frequenzkurven bei verschiedenen Winkeln zur Referenzachse gemessen, der dann dreidimensional in Abhängigkeit des Winkels dargestellt werden kann. Manchmal begnügt man sich z.B. bei Veröffentlichungen über Lautsprecherboxen auch mit der Angabe der 0°-Kurve (in der Referenzachse der Übertragungskurve) und einer unter einem Winkel von 30° oder 45° gegenüber der Referenzachse gemessenen Kurve.

Der Abstrahlwinkel gibt den Winkelbereich an, in dem der SPL in horizontaler oder vertikaler Richtung um nicht mehr als einen bestimmten Betrag, etwa 6 dB oder 10 dB, von dem SPL in der Referenzachse abweicht.  

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Schalldruckpegel

Der Schalldruckpegel (SPL = Sound Pressure Level) ist der in Dezibel (dB) ausgedrückte vom Lautsprecher abgestrahlte Schalldruck. Er kann in graphischer Form als SPL-Frequenzgang (Übertragungskurve) oder als Einzahlgröße (z.B. als Kennschalldruckpegel) angegeben werden.  

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Schallführung

Die S. ist ein selbständiges Konstruktionselement eines Lautsprechers, das an der elektrisch-akustischen Wandlung des in den Lautsprecher eingespeisten elektrischen Signals nicht beteiligt ist, das aber das Abstrahlverhalten  des Lautsprechers (Richtcharakteristik des abgestrahlten Schalls, seine Frequenzabhängigkeit und den Wirkungsgrad der elektrisch-akustischen Wandlung) beeinflusst. Schallführungen sind beispielsweise ausgeführt als Schallwand, offenes oder geschlossenes Gehäuse, Schalltrichter oder als Element zur phasenbeeinflussenden Schallabstrahlung.  

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Scheinwiderstand

Der S. wird in W (Ohm) angegeben und ist der Betrag des Wechselstromwiderstandes bei einer bestimmten Frequenz. Da der S. bei einem Lautsprecher frequenzabhängig ist, wird er üblicherweise in einer Scheinwiderstandskurve (Impedanzkurve) als Funktion von der Frequenz dargestellt. Siehe auch Nennscheinwiderstand.  

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SPL

SPL (= Sound Pressure Level) ist die Kurzbezeichnung für den Schalldruckpegel und bezeichnet den in Dezibel (dB) ausgedrückten vom Lautsprecher abgestrahlte Schalldruck.  

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Surround-Lautsprecher

S. sind das letzte Glied einer Surround-Anlage zur Erzeugung eines (räumlichen Heim-)Kinotons (Surround Sound, siehe auch Surround-Technik). Die Lautsprecher sind dabei um den Hörer herum angeordnet. Als Lautsprecher kommen die üblichen Stereoboxen als Front-Lautsprecher (vorn links und rechts), ein Center-Lautsprecher (direkt über oder unter dem Fernsehgerät) zur Dialogwiedergabe und Fokussierung der Stimmen auf das TV-Bild und zwei Rear-Lautsprecher (links und rechts seitlich vom bzw. hinter dem Hörer) zur Erzeugung der Raumeffekte zum Einsatz. Die Rear-Boxen können auch als Dipol-Lautsprecher ausgeführt sein, was bedeutet, dass sie den Schall in zwei entgegengesetzte Richtungen abstrahlen können, um so eine noch bessere räumliche Wirkung zu erzielen. Sind die Frontboxen nur von relativ kleinem Format, kann ergänzend zur Wiedergabe der sehr tiefen Frequenzen, die in vielen Filmgeräuschen enthalten sind, ein Subwoofer eingesetzt werden. Dieser ist als Aktivbox oder auch passiv ausgeführt und gibt nur Bässe bis maximal 150 Hz wieder. Die Aufstellung des Subwoofers im Abhörraum ist unerheblich, da bei den zu übertragenden Frequenzen noch keine Richtwirkung des abgestrahlten Schalls eintritt.

Je nach verwendetem Surround-Verfahren können die technischen Anforderungen an die einzelnen Lautsprecher unterschiedlich sein. Für das Heimkino sind die Lautsprecher als Boxen ausgeführt. Sie werden mitunter auch als Speaker bezeichnet.  

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Surround-Technik

Surround Sound bedeutet, dass der Hörer bei der Wiedergabe von Schallereignissen vom Klang „umgeben“ ist; d.h. der Hörer sitzt mitten im Klanggeschehen.

In der S. wird eine Gruppe von Erzeugnissen der Übertragungskette von der Signalquelle bis hin zu den Schall abstrahlenden Lautsprechern zusammengefasst, die zur Reproduktion eines Kinotons (für den Heimgebrauch – Heimkino) dienen, wobei die Lautsprecherboxen um den Hörer herum placiert sind und somit der Hörer in das Klanggeschehen einbezogen wird. Bild und Ton sorgen für Kinoatmosphäre zu Hause.

Während bei der Stereophonie nur zwei Kanäle für die Wiedergabe des Signals (über eine rechte und linke Lautsprecherbox) verwendet werden, sind für die Erzeugung eines Raumeffekts mindestens drei (vier) Wiedergabekanäle erforderlich. Signalquellen für Surround Sound, die die Signale in verschlüsselter Form liefern, sind TV-Gerät (Fernsehton), Video-Kassette, CD oder DVD. Das von der jeweiligen Tonquelle abgegebene Signal wird in einem Surround-Decoder entschlüsselt und durch entsprechende Verstärkertechnik an die Surround-Lautsprecher weitergeleitet.

Die gebräuchlichsten Verfahren zur Entschlüsselung sind Dolby Surround ProLogic, kurz Dolby-ProLogic (analoge Technik), Dolby Digital (früher AC-3), aber auch MPEG-2 und DTS (digitale Technik) sind noch anzutreffen. Als Verstärker werden üblicherweise vier- bis sechskanalige Vollverstärker oder in der höheren Preisklasse auch Verstärker mit getrennten Vor- und Endstufen eingesetzt. Häufig anzutreffen ist auch die Verwendung von A/V-Receivern (A/V = Audio/Video) als Surround-Schaltzentrale, die Tuner und Verstärker einschließlich Decoder in sich vereinen und alle für den Surround Sound erforderlichen Ein- und Ausgänge für den Anschluss der periphären Geräte (Signalquellen und Lautsprecher) besitzen. Als sehr einfache und preiswerte, klanglich aber nicht sehr anspruchsvolle Lösung bieten sich auch mit Surround-Decoder ausgerüstete Fernsehgeräte an, an die problemlos zwei rückwärtige Boxen angeschlossen werden können. Sie stellen die einfachste Form einer Surround-Anlage dar.

Die Wiedergabe des Kinotons erfolgt über vier bis sechs Lautsprecherboxen (siehe auch Surround-Lautsprecher), die um den Hörer herum angeordnet sind. Dabei sind die sogenannten Frontboxen wie bei Stereo rechts und links vor dem Hörer placiert. Zur Dialogwiedergabe befindet sich meist ein Center-Lautsprecher direkt über oder unter dem Fernsehgerät. Die rückwärtigen Boxen, die sogenannten Rear-Lautsprecher; stehen hinter oder neben dem Hörer. Sind die Frontboxen nur von relativ kleinem Format, empfiehlt sich zur Wiedergabe der tiefsten Frequenzen der Einsatz eines zusätzlichen Subwoofers, dessen Aufstellungsort im Abhörraum unerheblich ist. Je nach verwendetem Surround-Verfahren werden unterschiedliche technische Anforderungen an die einzusetzenden Boxen gestellt.

Zur Erzeugung von Raumklangeffekten kann auch ein normales Stereosignal mittels eines digitalen Signalprozessors (DSP) so bearbeitet werden, dass je nach Charakter des Programmmaterials z.B. durch Zumischen von Hall der Eindruck vermittelt wird, das Konzert finde live in einer großen Arena statt. Manche Hersteller bieten bis zu 30 Raumsimulationsprogramme für verschiedene Surround-Effekte, die durch DSP erzeugt werden können, an. Hier kann sich der Hörer z.B. beim Abhören bestimmter CDs seinem individuellen Geschmack entsprechend seinen eigenen Sound kreieren.  

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Thiele-Small-Parameter (TSP)

Die Güte-Parameter Qts, Qms und Qes bilden zusammen mit der Resonanzfrequenz fs und dem Äquivalentvolumen Vas einen Parameter-Satz, genannt Thiele-Small-Parameter. Die TSP bestimmen das Verhalten des Lautsprechers bei tiefen Frequenzen. Sie dienen zur Abschätzung des Übertragungsverhaltens beim Einbau z.B. eines Tieftonchassis in ein z.B. geschlossenes oder Bassreflexgehäuse.

Mit ergänzenden Angaben für die einzubauenden Chassis wie Gleichstromwiderstand und Induktivität  der Schwingspule, den Daten des Magnetsystems, dem Kraftfaktor B*l und den Zielvorgaben für den Einsatz des/der Lautsprecher in einer gewünschten Schallführung läßt sich z.B. die komplette Dimensionierung einer Lautsprecherkombination vornehmen.  

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Trennfrequenz

Siehe Frequenzweiche.  

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Übertragungsbereich

Der effektive Ü. Df in Hz ist der zur Schallabstrahlung ausnutzbare oder vorzugsweise ausgenutzte und durch seine untere und obere Grenzen beschränkte Frequenzbereich; er wird im allgemeinen gekennzeichnet durch denjenigen Bereich der Übertragungskurve, in dem die auf der Bezugsachse gemessene Übertragungskurve nicht mehr als einen bestimmten, angegebenen Wert gegenüber dem Wert abfällt, der über die Bandbreite von einer Oktave im Bereich der höchsten Empfindlichkeit oder über einen breiteren, vom Hersteller angegebenen Bereich gemittelt ist.

So ergeben sich z.B. bei HiFi-Boxen die untere und obere Grenzfrequenz des Ü. bei einem Abfall des Schalldruckpegels  von 8 dB gegenüber dem im Bereich von 100 Hz bis 4000Hz gemittelten SPL.  

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Übertragungskurve

Die Ü. oder der Frequenzgang eines Lautsprechers ist die grafische Darstellung des  Schalldruckpegels (SPL) als Funktion von der Frequenz. Sie wird meist gemessen mit einem sinusförmigen Signal oder einem schmalbandigen Rauschsignal (meist Terzrauschen) mit einer konstanten (angegebenen) Spannung bei einem festgelegten und meist auf 1 m bezogenen Messabstand.

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Verzerrungen

Unter V. wird die Gesamtheit der bei der Wandlung und Abstrahlung eines Signals auftretenden Amplituden-Nichtlinearitäten verstanden; d.h. das wiedergegebene Signal ist verändert gegenüber dem eingespeisten Originalsignal – es ist verzerrt.

In der Lautsprechertechnik ist die Angabe verschiedener Arten von nichtlinearen Verzerrungen gebräuchlich:  Klirrfaktor (die gebräuchlichste Form), Modulationsverzerrungen, Differenztonfaktor.

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